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Kurzzeitprojekt  „Festhalten“
130 Jahre Wäscheklammer- Kurzzeitentwurf vom 16-23.10.2017

Kurzzeitprojekt „Festhalten“

  • Absolvent/In: Borchers, Cicek, Egerland, Gülmez, Lindenberg, Mangelsen, Petkau, Raaz, Schulz, Widmer
  • Betreuer: V-Prof. Frank Weiß

Aufgabe

Entwurf eines Produktes,
das Wäschestücke an einer Wäscheleine befestigt

Ein kleines Ding bekam Schwierigkeiten

Im Januar 1898 wurde die Wäscheklammer, die über eine Feder eine Klemmkraft überträgt, durch Emil Richard Füchsel aus Hermsdorf beim Kaiserlichen Patentamt angemeldet.

Auszug aus der Patentschrift:

„Mittelst vorliegender Wäscheklammer wird sowohl die Wäsche gut und durchaus sicher an der Leine befestigt, als auch ein Zerreißen der ersteren beim etwa durch den Wind hervorgerufenen Hin- und Herschlagen vollständig vermieden. Die Bewegung, welche der Wind der Wäsche gibt, wird der Klammer mitgeteilt; trotzdem kann ein Herabfallen beider niemals vorkommen.“

Bereits 1887- also elf Jahre vorher- hatte Solon E. Moore aus Vermont, USA die Wäscheklammer mit der Feder aus einem Stück Draht dort patentieren lassen. Sie ist 130 Jahre alt!

Heute ist die Wäscheklammer eines der vielen kleinen Produkte, deren Präsenz immer mehr in den Hintergrund rückt:  Wäsche wird im Wäschetrockner getrocknet, Wäsche aufhängen wird als zu zeitraubend bewertet. Die Wäscheklammer -es erscheint irgendwie kompensatorisch- wird in der Freizeitgestaltung eher für Life Hacks, als Bastelmaterial verwendet. Das Gleichteilkonzept, die reduzierte Anzahl an Komponenten und die einfache Herstellung führten über die Jahre aber auch zu einer Flut von Ausprägungen, die in Qualität und Langlebigkeit nicht mehr mit der ursprünglichen Genialität des Konzeptes mithalten.

Dabei könnte das kleine Ding Energie sparen, ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, Erstaunen schaffen, und ziemlich nachhaltig sein… daher: Festhalten!